Auf unserem Hof lebt eine Herde Yaks, welche wir vorwiegend zur Weideverbesserung und Fleischproduktion halten.

 

Warum Yaks?

Durch die Betriebsumstellung von Mastschafen auf Milchschafe sowie der Aufgabe der Milchkuhhaltung machten wir uns auf die Such nach einem Tier, welches die steilen, sowie die «schlechten» Weiden nach den Schafen nachgrasen kann. Nach verschiedenen Versuchen mit Pferden, Eseln und Alpakas, haben wir uns für Yaks entschieden. Diese entsprachen als Einzige Spezies all unseren Ansprüchen. Yaks sind sehr gebirgsgängig, trittsicher und können mit den raschen Wetterumschwüngen in den Bergen gut umgehen, zudem bevorzugen sie strukturreiches, altes Gras.

 

Die Faszination für Yaks war von Anfang an da. Nachdem wir mehrere Betriebe mit Yak Haltung besucht haben, sind wir zu dem Entschluss gelangt, uns eine kleine Herde anzuschaffen. Mittlerweilen leben auf unserem Hof etwa 30 Yaks. Durch die abwechselnde Beweidung der Schafweiden mit den Yaks können wir seit über 6 Jahren auf Entwurmung durch Antibiotikum verzichten. Yaks zertrampeln die verschiedenen Wurmlarven, weswegen diese von den Schafen nicht wieder aufgenommen werden können.

 

Die Yaks verbringen ihr ganzes Leben auf dem eigenen Hof. Im Frühling, sobald genügend Gras vorhanden ist, werden sie auf die Weiden gelassen und weiden den Milchschafen nach. Das Yak stammt aus dem Himalaya Gebirge und sollte deshalb, herkunftsbeding, ausschliesslich rohfaserreiches Futter fressen. Junges Futter schadet dem Tier.

 

Im Sommer sind auch die Yaks mit uns auf dem Maiensäss und weiden das Gras, welches die Milchschafe zurückgelassen haben. Die grosse Herde mit dem Bullen weidet in höher gelegenen Weiden auf 2300m.ü.M. Dort werden auch die meisten unserer Yaks Kälber geboren. Erst im Herbst kommt die Herde wieder zurück ins Tal, wo sie, bis zum Wintereinbruch auf unseren heimischen Wiesen nachgrasen.

Ab November werden dann die schlachtreifen Ochsen geschlachtet.

 

Die Yaks sind eine extensiv zu haltende Rinderviehart, welche erst mit ca. 3 Jahren ihre komplette Schlachtreife erreicht. Somit erleben alle unserer Yaks mindestens drei schöne Sommer bevor sie geschlachtet werden. Wir füttern die Yaks mit 100% hofeigenem Futter, welches auf ca. 2000 Meter über Meer wächst. Unseren Yaks verfüttern wir, abgesehen von Viehsalz, keine Zusätze wie Ergänzungs- oder Mastfutter.